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Zentralafrikanische Republik: Integration von Ex-Kombattanten der LRA zulasten der zivilen Opfer

30. Oktober 2012. Ex-Kombattanten der Lord Resistance Army (LRA) werden in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) eingesetzt, um ihre ehemaligen ‚Waffenbrüder‘ aufzuspüren. Im Südosten des Landes sehen sich ehemalige Zwangsrekrutierte und vergewaltigte Frauen konfrontiert mit den nun in die offiziellen ugandischen Streitkräfte integrierten Täter, kritisieren lokale Opferverbände. Amnesty International mutmaßt in einem Bericht von Juni 2012, dass die internationale Gemeinschaft offenbar prioritär an der Ergreifung des berüchtigten Anführers Joseph Kony interessiert sei. Die USA und die Afrikanische Union haben Militärberater entsandt, um die seit 2008 in der ZAR operierende LRA zu bekämpfen. 26.000 intern Vertriebene sind im Südosten der ZAR auf der Flucht.

Lesen Sie den IRIN-Bericht in engl. Sprache.

UN-Hilfsorganisationen: Zufriedenheit mit Reaktion auf Ernährungskrise im Sahel

24. Oktober 2012. Eine aktuelle Analyse zeigt auf, dass die die humanitären Programme ein Desaster verhindert haben. Regierungen und Hilfsagenturen waren gemeinsam in der Lage, den Ernährungsstatus akkurat zu erfassen. US $ 971 Mio. wurden seit Ende 2011 bereitgestellt. Das entspricht 59% des Bedarfs. Niger hat seit 2010 sein Krisenreaktionssystem ausgebaut. Tschad hat seit Jahresbeginn ein Referenzsystem etabliert. Unterernährung hat insgesamt ihr Stigma verloren. Regierungsseitig gibt es mehr Offenheit, die Problematik aktiv anzugehen.

Hintergrund: Die strukturelle Ernährungskrise im Sahel hatte sich 2011 durch die anhaltend hohen Preise, das Ausbleiben der Rückzahlungen aus Libyen, den Konflikt in Nord-Mali und schlechte Ernten zugespitzt. 18,7 Mio. Menschen sind dieses Jahr von Hunger bedroht.

Nationale und internationale Maßnahmen greifen positiv ineinander. Das Kinderhilfswerk, (UNICEF) und das Welternährungsprogramm (WFP) greifen auf lokale Produkte stärker zurück. In Niger ist eine lokale Produktionslinie für ‚therapeutic food‘ eingerichtet worden. Über Nahrungsmittel und Direktzahlungen konnten zeitnah und flexibel 80% der Betroffenen erreicht werden.

Die Agir Sahel-Initiative der ECOWAS-Staaten, der FAO und CILLS (Inter-State Committee to fight drought in the Sahel) fokussiert die Landwirtschaft, um künftig auf Krisen reagieren zu können. Auf der regionalen Ebene sind die westafrikanischen Staaten mit einer abgestimmten Landwirtschaftspolitik auf dem richtigen Weg. Sie bedarf der Umsetzung und eines Ausbaus zu einer Politik des gemeinsamen Marktes.

Den vollständigen Bericht können Sie in engl. Sprache downloaden.

Khartoum Erklärung: Vereinbarung zur regionalen Kleinwaffenkontrolle (Sudan, ZAR, Tschad, DR Kongo, Libyen)

The Regional Conference on Small Arms and Light Weapons (SALW) Control concluded on May 23rd with the agreement of Sudan, Central African Republic, Chad, Democratic Republic of Congo and Libya to improve their cooperation and coordination through the creation of a regional mechanism that will aim to control, manage and safeguard against the proliferation of small arms and illegal trafficking of weapons.
With the support of the Embassy of Germany, the United Nations Development Programme (UNDP) and the African Union - United Nations Mission in Darfur (UNAMID), the five neighbouring countries came together for the first time committing to promote a bold set of joint initiatives in border security, training programmes, information sharing, institution building and the development of new interregional bodies for arms control, conflict reduction and economic development.

Gewaltsame Konflikte im Tschad

Karte Tschad - Sudan

eine Konfliktanalyse von Volker Gerdesmeier

http://www.frient.de/de/publikationen-service/dokumente/library/gewaltsame-konflikte-im-tschad.html