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Pressemitteilungen

Interview mit Delphine Djiraibé

Erschienen am 13.08.13 in Neues Deutschland

Artikel: Niger_Uranabbau vergiftet Mensch und Umwelt

Claudia Frank

Artikel im Robin Wood Magazin Mai 2012

AU-Gipfel: Europäische Union soll sich für die Auslieferung des ehemaligen Präsidenten Habré nach Belgien einsetzen

Misereor, „Brot für die Welt“ und Human Rights Watch fordern von der Europäischen Union, Belgiens Auslieferungsersuchen zu unterstützen.

Pressemitteilung, 24.01.2012

Anlässlich des  Gipfeltreffens der Staatschefs der Afrikanischen Union in Addis Abeba erwarten die deutschen Hilfswerke Misereor, „Brot für die Welt“ und die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Deutschland eine offizielle Erklärung zum Strafverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten der Republik Tschad, Hissène Habré. Senegal lehnt derzeit sowohl ab, ein Verfahren gegen Habré zu eröffnen als auch ihn auszuliefern.

Die Organisationen fordern eine Auslieferung nach Belgien. Sie erscheint als die konkreteste und schnellste Option, um sicher zu stellen, dass Habré sich tatsächlich für die ihm zur Last gelegten Verbrechen im Rahmen eines fairen und gerechten Verfahrens verantworten muss.

‚Für die Opfer ist vor allem der Zeitfaktor von zentraler Bedeutung: Allein im Jahr 2011 sind 15 Überlebende des Habré-Regimes verstorben.‘, unterstreicht Jacqueline Moudeïna. Die tschadische Anwältin setzt sich seit vielen Jahren für ein solches Verfahren ein und erhielt für ihr Engagement 2011 den alternativen Nobelpreis.

Nach vierjährigen Ermittlungen und umfangreichen Zeugenbefragungen war Hissène Habré 2005 wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Völkermordes in Belgien angeklagt worden. Ein Prozess könnte dort sofort beginnen. Belgien hatte am 17.1.2012 zum vierten Mal bei den senegalesischen Behörden ein Auslieferungsersuchen für Habré eingereicht. Senegal hatte zuvor ein Ersuchen aus formalen Gründen abgelehnt.

Eine Positionierung auch der Europäischen Union gegenüber den beiden wichtigsten Akteuren in dieser Angelegenheit - dem senegalesischen Präsidenten, Herrn Abdoulaye Wade, sowie der Afrikanischen Union - ist vor diesem Hintergrund dringend.

Misereor, „Brot für die Welt“ und Human Rights Watch fordern die Europäische Union auf, Belgien zu unterstützen und sich gegenüber Vertretern der Afrikanischen Union für die Auslieferung Hissène Habrés einzusetzen. Die Menschenrechtsverletzungen unter der Herrschaft Habrés dürfen nicht straflos bleiben.

Unter dem Regime Habré wurden mehr als 40.000 Menschen getötet und Tausende gefoltert.

Pressemitteilung zum Download

Kontakt:
Misereor | Ralph Allgaier, Pressesprecher, ralph.allgaier@misereor.de, 0241-442 529
Diakonie | Dr. Julia Duchrow, Leiterin Team Menschenrechte, j.duchrow@brot-fuer-die-welt.org, 0711-21 59 743
Human Rights Watch | Wenzel Michalski, Geschäftsführer, michalw@hrw.org, 030-25 93 06 12

Aktuelle Sonderausstellung: Ölbiographien - eine Ausstellung für Rohstoffgerechtigkeit. 11. Januar – 05. Februar 2012 in der Galerie Alte Feuerwache

Eröffnung ist am Mittwoch, den 11.01. um 18.15 Uhr
Begrüßung und Einführung Prof. Dr. Nikolaus Schareika (Institut für Ethnologie der Universität Göttingen) und Claudia Frank (AG Tschad, Berlin).

Gemeinsam mit dem Institut für Ethnologie der Universität Göttingen zeigt das Institut für angewandte Kulturforschung (ifak) die Ausstellung Ölbiographien. (www.erdoel-tschad.de)

Die Ausstellung dokumentiert wie sich das Leben der Menschen im Tschad durch die Erdölförderung verändert hat. Die Erdölregion Doba im Tschad befindet sich in einer armen, landwirtschaftlich geprägten Region des Landes. Die Ölförderung wurde zunächst als ein Entwicklungsfortschritt für den Tschad gefeiert. Jedoch entwickelte sie sich alsbald zum Problem für die dort ansässige Bevölkerung: Menschenrechtsverletzungen, Gesundheitsschädigungen, Umweltverschmutzung, zunehmende Verarmung und eine Verschärfung sozialer Konflikte beherrschen ihren Alltag. Anhand von lebensgroßen Porträts wird auf anschauliche Art und Weise auf die Lebenssituation der Menschen vor Ort aufmerksam gemacht. Vom Wandel Betroffene kommen mit ihren Biographien zu Wort. Sie sind BäuerInnnen, LehererInnen, arbeiten in der Krankenstation oder beim lokalen Radiosender. Sie fordern Entwicklung, aber auch ein Leben in Würde.

Begleitend zur Ausstellung finden wöchentlich immer mittwochs Vorträge statt, die einen tieferen Einblick in die Thematik und die Region vermitteln.

Begleitprogramm:

Mittwoch 18.1., 18.15 Uhr: Erdöl und die soziale Transformation ländlicher Gesellschaften -Forschungsergebnisse aus dem südlichen Tschad. Remadji Hoinaty, Halle / Saale
Mittwoch 25.01., 18.15 Uhr: Fluch aus der Ferne. Erdöl, Widerstand und Entwicklung im Osten des Tschad. Dr. Andrea Behrends, Halle/Saale
Mittwoch 01.02., 18.15 Uhr: Trocknet der Tschadsee aus? Ökologische Bedrohung im afrikanischen Sahel. Prof. Dr. Ulrich Braukämper, Göttingen

Veranstaltungsort: Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, Göttingen Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag 10-12 Uhr und 15-18 Uhr, Samstag 15-18 Uhr

Für weitere Informationen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf: Institut für angewandte Kulturforschung e.V. (ifak), Wilhelmsplatz 3, Göttingen, Tel. 0551-487066, ifak@comlink.org.

Hintergrund: Menschenrechte im Tschad

20.10.2011, Köln

Interview mit Baldal Oyamta, tschadische Menschenrechtsliga (LTDH) 
von Birgit Morgenrath, Rheinisches JournalistInnenbüro (RJB) im Auftrag der AG Tschad

lesen Sie hier das Interview

Weltbank muss Teil der Lösung werden: Entwicklungsbank und Klimabank

Pressemitteilung 06.06.2010, Berlin

Zum 10. Jahrestag des Tschad-Kamerun-Erdölpipelineprojekts fordern die Mitglieder der Arbeitsgruppe Tschad eine Trendwende in Vergabe- und Energiepolitik der Weltbank:

Am 6. Juni 2010 jährt sich die Zustimmung der Weltbank zur Finanzierung des umstrittenen Tschad-Kamerun-Erdölpipeline-Projektes zum 10. Mal. Eine Evaluierung des größten onshore-Investments auf dem afrikanischen Kontinent im Öl- und Gassektor und die neue Energiestrategie belegen, dass die Bank weiterhin auf eine rückwärtsgewandte Energiepolitik und riskante Projekte setzt. Dies widerspricht ihrem Mandat zur Armutsreduzierung. 88 Prozent der tschadischen Bevölkerung nutzen auch heute nur Holz- und Holzkohle zum Kochen. 1,5 Milliarden Menschen leben weltweit ohne Zugang zu Energie.

Die Pressemitteilung können Sie hier downloaden:
PM WB Jubiläum Erdölpipeline Tschad Kamerun 
PR WB anniversary Chad Cameroon pipeline final 

Tschad: Wahlen allein ändern nichts: EU muss auf demokratischen Reformen bestehen 

Pressemitteilung 11.3.2010, Brüssel

Pressemitteilungen zum download:
Chad: elections are not enough Group Chad: The EU has to insist on democratic reforms 
Tschad: Wahlen allein ändern nichts AG Tschad: EU muss auf demokratischen Reformen bestehen 

Schutz der Flüchtlinge und Vertriebenen im Ost-Tschad oberste Priorität / regionale Konfliktlösung fehlt

Auszug der Pressemitteilung, 17.02.10, Berlin

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Tschad erklären zum Abzug der UN Mission MINURCAT: Der Schutz und die Versorgung der 365.000 Flüchtlinge aus dem Sudan und derzentralafrikanischen Republik und den 170.000 intern Vertriebenen hat oberste Priorität. Überlegungen zu einem sofortigen oder phasenweisen Abzug der UN-Blauhelme müssen der anhaltenden Unsicherheit und der Kriminalität im Ost-Tschad und in Darfur Rechnung tragen.Darüber hinaus muss die regionale Konfliktdynamik und die internen politischen Prozessestärker in den Friedensbemühungen berücksichtigt werden. Ganze Presssemitteilung hier zum Download 

Termine der Fotoausstellung 28.11.2014

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