Die Karte zeigt die Ölfelder des sogenannten Weltbankprojekts - Doba, Doseo und Salamat - wie auch die Felder, die die China National Petroleum Corporation International (Chad) Anfang Oktober 2006 von der kanadischen EnCana (Chad) Holding gekauft hat.
Es sind die Vorkommen in Bongor und am Tschad-See (Kanem, Kumia, Sedigi). Die Vorkommen sind gelb unterlegt.
Die CNPC hat am 1.7.09 begonnen, eine Pipeline zu bauen, die zunächst das Öl der Mimosa und Rônier-Felder fördern wird.
Ai : Maisons démoliés – vies brisées. Pour en finir avec les expulsions forcées au Tchad
Geschrieben von Claudia Frank
Monday, 02 November 2009
Vertreibungen, Zerstörung von Wohnhäusern in verschiedenen Vierteln der Hauptstadt N’Djaména hatten seit den Februar-Angriffen 2008 stattgefunden. Auch im ersten Halbjahr 2009 wurden diese entschädigungslosen Enteignungen fortgesetzt. In ihnen wurden zum einen Vergeltungsaktionen des Regimes gegen die Bevölkerung gesehen, die der Zusammenarbeit oder mindestens Sympathie mit den Rebellengruppierungen verdächtig ist. Gleichzeitig wird die Wohnungsnot deutlich. Die Stadt wächst, es gibt keinen öffentlichen Wohnungsbau. Viele verhandeln mit den traditionellen Autoritäten in den Außenbezirken ein Stück Land. Dafür besitzen sie keine Landtitel und in einem von Korruption geprägten Kontext, ist selbst dessen Besitz keine Garantie, Land behalten zu können bzw. hierfür entschädigt zu werden. Die Stadtplanung veröffentlicht ihre Pläne zur Entwicklung der Kommunen nicht oder zu spät. Das Katasteramt arbeitet zu langsam. Diese Praxis spitzt die Armut und das Elend vieler N’Djaménois weiter zu. Amnesty dokumentierte Anfang September die derzeitige Situation.
Die aktuellen Zahlen aus dem Oktoberbericht des UN-Generalsekretärs: 254.000 sudanesische Flüchtlinge leben in 12 Camps. 70.000 Zentralafrikaner in 11 Camps und insgesamt 171.000 intern Vertriebene an 38 Plätzen. Die MINURCAT hat begonnen ihre Truppen von den Camps in die Dörfer zu verlegen. Die Camps seien mittlerweile sicher. IDPs haben zudem begonnen, in Dörfer südlich von Goz Beida zurück zu kehren (Loboutigué, Kerfi and Angarana).
Bericht des Generalsekretärs vom 14. Oktober 2009 N0955073.pdf
Laut einem Human Rights Watch-Bericht vom Juni 2009 gibt es keine Sicherheit für die Binnenvertriebenen. Die Menschenrechtsverletzungen halten an. Der ‚Cocktail bewaffneter Gruppen‘ (HRW) in der Region stellt ein enormes Risiko dar und ungeklärte Streitigkeiten über die rechtmäßige Nutzung von Land machen die Situation für die Vertriebenen komplex.
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