Tuesday, 07. September. 2010
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Über dieses Projekt
Die Arbeitsgruppe Tschad PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Claudia Frank   

Ölförderung war an anderen Orten mit massiven Verletzungen der Menschenrechte verbunden, z.B. im benachbarten Niger-Delta. Im Tschad sollte das alles anders werden. Sagten Weltbank, Regierungen, das Konsortium und viele engagierte Menschen weltweit. In Deutschland taten sich seit 1997 etwa 20 Organisationen zur Arbeitsgruppe Erdölprojekt Tschad/Kamerun zusammen. Gemeinsam mit den Menschen im Tschad wollten sie dafür sorgen, dass die Ölförderung im Tschad unter sozial und umweltverträglichen Bedingungen erfolgt.

2008 hat sich die Weltbank nun aus dem Projekt zurück gezogen. Wir haben Recht behalten. Leider. Die Erdölförderung bringt der Bevölkerung keine Entwicklung. Sie sind zum Teil noch ärmer. Die Enteignungen von Land, auf dem Erdölbrunnen gebohrt wurden, wurden häufig nicht korrekt entschädigt. Geblieben sind Umweltschäden.

Geblieben sind auch die Menschenrechtsverletzungen. Es gibt derzeit keinen Frieden im Tschad. Damit sich für die Bevölkerung etwas ändert, setzen sich tschadische Aktivisten vor Ort für den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt, für Frieden und Entwicklung ein. Rohstoffe können zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. In einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft. Wir Mitglieder der AG Tschad unterstützen sie dabei.

Letztes Update ( Thursday, 04 February 2010 )
Unsere Forderungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion   

Erdölförderung muss nicht zu Krieg und Zerstörung führen!

Damit sie zur Entwicklung beiträgt fordern wir von den Verantwortlichen, dass:

· die Erdöleinnahmen in transparenter und nachhaltiger Weise für die Entwicklung des Landes und zur Armutsbekämpfung verwendet werden.

· die direkt Betroffenen in Planung und Durchführung einbezogen werden.

· die Menschen der Erdölregion nicht ausschließlich als Risikofaktor betrachtet werden.

· die Betroffenen direkt mit den Akteuren der Erdölprojekte verhandeln können.

· die Entschädigungen Einkommen schaffen und nachhaltig sind.

· Entscheidungen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden können.

· effektive Maßnahmen gegen die Ausbreitung von HIV/Aids ergriffen werden

· die multinationalen Konzerne einklagbare Normen einhalten müssen.


Was sollte die Weltbank tun?

· Die Ergebnisse der Endevaluation des Projektes den Bevölkerungen in Tschad und Kamerun vorstellen.

· Ihre Strategien für die künftige Arbeit der Bank in Tschad und Kamerun vorstellen.

· Druck auf den Innenminister des Tschad ausüben, damit der Workshop in Doba stattfinden kann, um ein neues Vergabemodell für die Verwendung der Erdöleinnahmen zu diskutieren.

· Keine Projekte im Öl- und Gassektor und im Bergbau finanzieren, bei dem die gute Regierungsführung auf nationaler Ebene nicht gegeben ist.

· Ihre Vergabepraxis an die Bedingungen des Klimawandels in einem ökologisch fragilen System wie dem Sahel anpassen. Erneuerbare Energien statt fossiler Brennstoffe fördern.

Was sollte die Europäische Union tun?

  • Die EU sollte die Zivilgesellschaft unterstützen, damit das nationale Überwachungsgremium zur Verwendung der Erdöleinnahmen des Weltbankprojektes (collège de contrôle) komplementär zur Struktur der internationalen Transparenz-Initiative EITI arbeiten kann. Tschad ist das einzige Land weltweit, dass über solch eine Struktur verfügt, die die Ausgabenseite überwacht.
  • Druck auf den Innenminister des Tschad ausüben, damit der Workshop in Doba stattfinden kann, um ein neues Vergabemodell für die Verwendung der Erdöleinnahmen zu diskutieren.
  • Eine Stellungnahme der Europäischen Investitionsbank zur Evaluation des Projektes durch die Weltbank anfragen.
  • Sich für die Aufhebung der Pressezensur im Tschad einsetzen – Ein erster Schritt zur Schaffung eines demokratischen Umfeldes auf dem Weg zu den Wahlen wie ihn das Friedensabkommen mit der politischen Opposition vom 13. August 2007 vorsieht.
  • Die EU muss einen regionalen und ausdrücklich politischen Ansatz entwickeln, um auf die humanitäre und politische Krise in Osttschad, Darfur und der Zentralafrikanischen Republik zu reagieren.

Fragen Sie bei den Akteuren nach!


· Entwicklungshilfeministerium (BMZ):


· Weltbank: (in englischer Sprache)


· ESSO Deutschland, Kapstadtring 2, 22297 Hamburg, per E-Mail über die Webseite www.esso.de


Lassen Sie sich nicht mit Propaganda abspeisen. Unsere Informationen sind überprüft. Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort. Experten reisen regelmäßig in die Region.

 

Letztes Update ( Thursday, 03 June 2010 )
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Info Flyer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion   

Für den Flyer zum Tschad/Kamerun Erdölprojekt als pdf-Datei hier klicken: Flyer_neu.pdf

Letztes Update ( Thursday, 04 February 2010 )

Wenn Sie das Berliner Büro der AG Tschad besuchen möchten, finden Sie uns in den Katholischen Höfen, 5.OG:

AG Tschad - Koordination

Chausseestr. 128/129

D-10115 Berlin

Tel 030 30 87 44 58

Fax 030 2009 54 64

(C) 2010 Erdölprojekt Tschad-Kamerun
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